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Achtung:
KEINE Hunde!
Weshalb?
Ein wichtiges Ziel des A-Camps ist es, mal ein paar Tage möglichst
herrschaftsfrei zusammen zu leben. Um dies zu ermöglichen, wird sich
die Vorbereitungsgruppe zu Beginn des Camps auflösen, damit sich
alle gleichberechtigt am Camp beteiligen können. Nicht auflösen
können wir aber unser Wissen. Deshalb möchten wir möglichst
viel von dem was die Vorbereitungsgruppe herausgefunden oder sich ausgedacht
hat, oder was an Erfahrung im letzten Camp gesammelt wurde, schriftlich
festhalten, so dass alle Beteiligten Zugang zu diesen Informationen haben.
Indem wir unser Wissen und die Ideen hier allen zur Verfügung stellen,
hoffen wir für alle Beteiligten gleiche Vorraussetzungen zu schaffen
um wirklich ein Camp mit möglichst wenigen hierarchischen Strukturen
entstehen zu lassen. Denn hierarchiefrei wird das Camp nur, wenn alle
möglichst viel Wissen bezüglich der für die Camp-Organisation
wichtigen Themen haben. Wenn zum Beispiel nur die Vorbereitungsgruppe
weiss, was an der Infowand alles stehen sollte werden nur diese Leute
die Infos aktualisieren. Wenn hingegen alle wissen welche Funktionen die
Infowand hat, können sich alle an ihrer Aktualisierung beteiligen.
Mit Wissen allein ist es natürlich nicht getan, doch es ist die Vorraussetzung
dafür, dass sich alle an den anfallenden Arbeiten beteiligen können
und sollen. Was es zu tun gibt und wie wir uns die Koordination vorstellen,
erfährst du im Abschnitt Organisationsstruktur.
Was
vorhanden ist
An Infrastruktur soll es auf dem Gelände folgende Einrichtungen geben:
Beim Zeltplatz: Ein Küchen- und Aufenthaltszelt, Duschen, Klos und
ein Zelt für Workshops (bei schlechtem Wetter). Beamer, Video- und
DVD-Player sowie Leinwand sind (im Espace Noir) vorhanden. Am Zeltplatz
wird sehr wahrscheinlich nur sehr wenig Strom vorhanden sein. Internet
werden wir wenn möglich einrichten. Für Ausflüge in die
Umgebung werden Velos nützlich sein. Ein Plan des Geländes und
der Umgebung wird an der Infowand hängen.
Was
mensch mitnehmen sollte
Für seinen/ihren Schlafplatz ist jedeR selber
verantwortlich. Bitte nehmt selber ein Zelt zum pennen mit, oder organisiert
euch einen Schlafplatz in einem. Des Weiteren sollte jedeR selber Besteck
und Geschirr mitnehmen. Falls du in deinem Zelt noch Platz frei
hast - schreib es doch auf die Infowand, damit sich andere bei dir melden
können. Auch Filme, Musikinstrumente, Essensgaben, Bau- und Bastelmaterialien,
Werkzeug und Sachen die das Campleben einfacher und angenehmer gestalten,
dürft ihr gerne mitbringen.
Kosten
Das Camp sollte möglichst selbsttragend sein. Dies bedeutet, dass
sich alle TeilnehmerInnen nach ihren Möglichkeiten an der Finanzierung
beteiligen. Wir schätzen, dass wir etwa 8 Franken
pro Tag und Person ausgeben werden. Dies bedeutet, dass auch alle
im Durchschnitt etwa so viel bezahlen sollten. Den grössten Teil
des Geldes werden wir für Essen ausgeben. Daneben gibt es auch Ausgaben
für Verbrauchsmaterial wie Filzstifte, Papier, Druckkosten, Baumaterial
etc. Du kannst deinen Beitrag nach dem Infoplenum (siehe weiter hinten)
abgeben. Allfällige Überschüsse würden für ein
A-Camp 09 verwendet.
Was
zu berücksichtigen ist
KEINE Hunde. Dafür gibt es verschiedene
Gründe. Ein einzelner Hund ist meistens kein Problem. Wenn jedoch
ein Rudel Hunde auf dem Campgelände unterwegs ist, wird es unweigerlich
Stress geben. Mit Menschen, die Angst vor Hunden haben, mit der Hundekacke
und mit den Tieren auf den angrenzenden Weiden (Enten, Katzen, Schafe,
Pferde). Auch sonst ist es wichtig, dass die Solidarität mit den
Menschen hochgehalten wird, welche uns gratis Material, Land und Infrastruktur
zur Verfügung stellen. Respektiert also bitte ihre Ansprüche
und geht sorgfältig damit um. Haltet insbesondere die Wiesen sauber
und schmeisst eure Kippen nicht weg (auch sonst nichts). Aschenbecher
stehen auf dem Gelände verteilt. Wir wurden auch gebeten nicht auf
der ganzen Wiese Feuer zu entfachen, sondern uns auf eine grosse gemeinsame
Feuerstelle zu beschränken. Das Camp sollte
nicht durch unüberlegte Aktionen in Gefahr gebracht werden.
Wir wollen uns eher der internen Kommunikation widmen und versuchen herrschaftsfreie
Ferien zu verbringen, als ein Aktionscamp zu organisieren. Kommt mit den
öffentlichen Verkehrsmittel oder mit dem Velo. Wer dringend einen
Parkplatz braucht, soll sich bei uns melden.
Organisationsstruktur
Hierarchiefrei!
Wir wollen weder Menschen, die anderen sagen (müssen) was zu tun
ist, noch wollen wir einzelne Menschen, die Dinge entscheiden, welche
auch andere betreffen. Dies ist aber nur möglich, wenn wir alle dieses
Ziel gemeinsam anstreben und manchmal das Kollektiv über unsere Einzelansprüche
stellen. Es braucht auch ein aktives Engagement und die Initiative jedes/jeder
einzelnen. Weil wir neben dem hierarchiefrei Entscheiden und Organisieren
auch noch Ferien machen wollen, macht es Sinn, sich einige Gedanken zur
Struktur der Organisation zu machen. Nachfolgend der Vorschlag der Vorbereitungsgruppe
wie wir mit möglichst wenig Zeitaufwand zwölf Tage einigermassen
hierarchiefreie Ferien geniessen könnten.
Drei Elemente sollen den Austausch und die Entscheidungsfindung im Camp
effizient gestalten. Zum einen eine zentrale Infowand, daneben ein täglich
stattfindendes Infoplenum und nach Bedarf verschiedene Interessenplena.
Diese Struktur gab es so schon in den letzten Jahren und es gab auch Kritik
daran. Trotzdem halten wir es für sinnvoll diese Struktur zunächst
zu gebrauchen, um dann im Camp selber vielleicht andere Organisationsformen
zu finden.
Infowand
Möglichst alle wichtigen aktuellen Informationen sollten an der Infowand
zu finden sein, respektive können da veröffentlicht werden.
Dies sind:
-
Ankündigungen und Traktandenlisten für Info- und Interessenplena
(siehe weiter im Text)
- Infos über die Region (Einkaufen, Fahrpläne, Karten)
- Listen für die Teilnahme an Aufgabengruppen (Kochen, Aufräumen,
Einkaufen, Kinder-betreuung)
- Aktivitätenübersicht für die nächsten paar Tage
(wann findet wo welcher Workshop statt und ähnliches)
- Film- und Konzertprogramm
- Platz für alles andere (Mitfahrgelegenheiten, Kontaktanzeigen,
…)
- Platz für Flyer und ähnliches
Wenn
die Infowand gut strukturiert und aktuell ist und alle regelmässig
vorbeischauen kann bei den Plena viel Zeit gespart werden.
Infoplenum
Das Infoplenum findet täglich statt und sollte von allen besucht
werden. Die genaue Uhrzeit werden wir im Camp vereinbaren. Dort können
Dinge angekündigt werden und Leute können Kritik und Lob loswerden.
Wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen, welche zu längeren
Diskussionen führen, wird dafür ein Interessenplenum einberufen
um die Länge der Veranstaltung in Grenzen zu halten. Nach dem Plenum
wird es täglich einen „Einführungsrundgang“ mit
verschiedenen Informationen für die neu Gekommenen geben. Bei Bedarf
gibt es denselben Rundgang später nochmals.
Interessenplena
Ein Interessenplenum wird einberufen, wenn es darum geht, Entscheide zu
einem bestimmten Thema zu finden. Im Gegensatz zum anderen Plenum nehmen
hier nur jene Teil, welche sich am Entscheid direkt beteiligen wollen.
So hoffen wir zu verhindern, dass man sich stundenlang den Arsch platt
sitzt beim Warten auf Traktanden zu welchen man sich äussern möchte.
Ein Interessenplenum kann von jeder/jedem einberufen werden, es muss jedoch
an der Infowand und nach Möglichkeit auch am Infoplenum Thema, Zeitpunkt
und Ort angekündigt werden. Zu Beginn sollte jeweils über die
Entscheidungsform geredet werden (muss ein Konsens her, oder können
verschiedene Lösungen parallel funktionieren?).
Essen
Es gibt zwei organisierte Mahlzeiten: das Frühstück am Morgen
und das Abendessen (wird jeweils lauthals bekannt gegeben). Ausserdem
gibt es eine „Kiste“ mit Esswaren bei der man sich zwischendurch
verpflegen kann. Für die Zubereitung der Mahlzeiten werden Kochgruppen
von ca. vier (oder auch mehr) Personen zuständig sein. Wer kochen
möchte kann sich auf dem Plan an der Infowand einschreiben –
falls sich für einen Tag keine Gruppe finden lässt, wird das
Problem am Infoplenum besprochen.
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